Schlagwort-Archiv: Linux

Die Nvidia-Grafik unter Linux macht Fortschritte

Wer hätte das gedacht: Das Update auf Ubuntu 12.10 (genauer gesagt Xubuntu 12.10, ich bevorzuge einen altmodischen Desktop) bringt endlich einmal spürbare Fortschritte für Anwender mit Nvidia-Grafikkarten. „Schuld“ daran ist der aktuelle Linux-Treiber des Grafikkarten-Herstellers mit der Versions-Bezeichnung 304.51.really.304.43-0ubuntu1. Das bedeutet:

  • Bildschirm-Setup mit Linux-Bordmitteln (RandR) – ohne die umständlichen nvidia-settings.
  • Keine xorg.conf mehr nötig.
  • Keine bläulichen YouTube-Flash-Videos mehr.
  • Flash-Videos mit Hardware-Beschleunigung – oder besser doch nicht.

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Linux Deepin vs. Cinnamon – Versöhnung oder Spaltung mit der Gnome Shell

ScreenshotWas macht der Gnome-Desktop-Nutzer, wenn sein angestammtes Gnome 2 auf dem Software-Friedhof entsorgt wird und die angeblich schönen neuen Welten von Gnome 3 oder Ubuntus Unity nur Unmut erzeugen? Linux Mint, für viele Nutzer inzwischen das bessere Ubuntu, beantwortet diese Gretchen-Frage in gleich zwei Geschmacksrichtungen: Die Retro-Lösung Mate, ein konservatorischer Fork von Gnome 2, und Cinnamon, ebenfalls ein Fork, aber vom neuen Gnome 3. Zukunftsträchtiger erscheint die Zimt-Variante. Nur: Warum muss es unbedingt ein Fork sein? Anders als Ubuntus vernagelter Unity-Desktop lässt sich die Gnome Shell über eine wachsende Zahl von Extensions anpassen. Das macht sich die chinesische Distribution Linux Deepin (Desktop-Screenshot) zunutze und legt ein schon fast ausgereiftes Nutzung-Konzept für Gnome 3 vor.

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Schritt für Schritt: Zwei Bildschirme mit dem nvidia-Treiber

Für Notebook-User, die Ubuntu, Debian oder ein anderes Linux verwenden, ist die problemloseste Wahl ein Gerät mit Intels Chipsatz-Grafik – sofern der von Intel selbst betreute Open-Source-Treiber nicht gerade kaputt ist. Nun ist die Intel-Grafik aber nicht gerade die potenteste. Mein Toshiba Tecra R10 kam mit einem dedizierten Grafikchip von Nvidia. Beim Recherchieren, ähh: Googeln, habe ich dann festgestellt, dass eine Menge Leute in einer Menge Foren Bastelanleitungen und aufgeblähte xorg.conf-Dateien darüber austauschen, wie man ein Dual-Monitor-Setup (bei nvidia Twinview genannt) mit dem proprietären nvidia-Treiber erstellt. Dabei ist es doch recht einfach. Und deshalb hier quick and dirty eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.
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Tablet-PC-Buttons mit dem neuen Xorg-Server und HAL

Zum Tablet-PC gehört ein Stift. Der hat eine Spitze, mit der man auf dem Digitizer schreibt oder malt; in Griff-Höhe liegt ein Taster, der sich mit einer Mausfunktion belegen lässt; am anderen Stift-Ende sitzt schließlich der virtuelle Radiergummi („Eraser“). Bevor der Taster aber die richtige Maus-Aktion ausführt und der Radierer wirklich radiert, ist unter Linux oft genug noch etwas Handarbeit angesagt. Wie das – im Vergleich zur alten xorg.conf – mit dem neuen Xorg-Server 1.6 in Verbindung mit HAL funktioniert, beschreibe ich in diesem Posting. Was es mit der Kombination Xorg/HAL grundsätzlich auf sich hat, steht in einem anderen Artikel.

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Hilfe, ich habe meine xorg.conf geschrumpft

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle nur ein Update meines Artikels über Linux auf dem HP 2710p Tablet-PC bringen. Doch dann habe ich mir kühn die Beta der kommenden Ubuntu-Version 9.04 Jaunty Jackalope auf Tablett geschmiert – und nicht schlecht gestaunt: Mit der neuen Version 1.6 des Xorg-Servers ist die Herumdoktorei an der berühmt-berüchtigten xorg.conf hinfällig, passe, vorbei. Tatsächlich braucht man überhaupt keine xorg.conf mehr – selbst der Wacom-Digitizer samt Stift im Tablet-PC wird automatisch erkannt und unterstützt.

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Neuer Adobe Reader auch für Linux, auch auf 64 Bit portierbar

Adobe hat nach langer Funkstille Version 9 seines Readers (früher: Acrobat Reader) jetzt auch für Linux und Solaris hervorgezaubert. Es handelt sich sogar schon um die Versionsnummer 9.1, die ein schlimmes Sicherheitsloch stopft. Dolles Ding, aber leider nur 32-bittig. Da ist Adobe mit dem Flash-Plugin doch schon viel weiter. 64-Bit-User müssen sich den Reader und seine Abhängigkeiten also von Hand zurechtbasteln, wenn Sie nicht auf die für 32 und 64 Bit vorgefertigten, aber leider veralteten Pakete im Medibuntu-Repository zurückgreifen wollen. Viel Bastelei ist aber gar nicht. Zum Glück gibt es ja für Ubuntu und Debian das Script getlibs.

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