Kategorie-Archiv: Web-Publishing

Tweak den Budgie – oder: Wie sieht der ideale Desktop aus?

Ein Panel, ein unhippes Wallpaper und dann auch noch Conky. Das soll der ideale Desktop sein?

Eigentlich wollte ich den Budgie-Desktop, seit Version 17.04 eine offizielle Ubuntu-Version, nur mal testen. Nachdem der Eindruck so nachhaltig war, dass sich Budgie sogar als bessere Gnome Shell anbot, werkelt der Sittich-Desktop nun seit ein paar Tagen ganz regulär bei mir auf dem Arbeitsrechner. Das Erscheinungsbild habe ich dann aber doch noch verändert, wie man an dem Screenshot unschwer erkennen kann. Natürlich hat jeder seine eigene Vorstellung vom „idealen Desktop“. Allerdings geht es bei der Konzeption von Benutzeroberflächen (UX Design) um mehr als nur um Geschmacksfragen. Wer seinen Rechner als Arbeitsmittel begreift – könnte der nicht einen Desktop, der aufgeräumt ist und der Arbeit nicht im Weg steht, gut gebrauchen? Ein klares, übersichtliches Layout mit viel Platz (auf Englisch nicht umsonst screen real estate genannt) für Anwendungen – das ist jedenfalls mein idealer Desktop für einen großen Monitor.

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Auf der sicheren Seite: Website oder WordPress-Blog auf https migrieren

Screenshot aus Googles Security Blog

Screenshot aus Googles Security Blog

Die Firma Google hat viele Interessen, eine davon ist die Popularisierung sicherer Verbindungen vom Webbrowser des Users zum Webserver des Anbieters mittels SSL/TLS. Ab 2017 soll Googles hauseigener Chrome-Browser immer dann eine Warnung in der Adresszeile anzeigen, wenn eine Website per ungesicherter Verbindung kommuniziert. Eine solcher Warnhinweis färbt natürlich negativ auf jeden Website-Betreiber – ganz egal ob Blogger oder Business – ab, weshalb man schleunigst Vorkehrungen treffen sollte, die eigene Website per https erreichbar zu machen. Die Aufgabe ist überschaubar, will aber dennoch sorgsam geplant werden: Von der Bestellung eines SSL-Zertifikats über die Konfiguration der Domain bis zur Suchmaschinen-freundlichen Migration der Website ist einiges zu tun. Kosten kann man sich ersparen. Dieser Leitfaden ist nicht nur für WordPress-Blogs gedacht, aber er berücksichtigt eine unschöne Besonderheit des beliebten Blog-Systems.

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Foren zeitgemäß und in Eigenregie: Discourse via Docker installieren

Erster Aufruf von Discourse per Browser nach erfolgreicher Installation

Erster Aufruf von Discourse per Browser nach erfolgreicher Installation

Foren, Boards und Mailinglisten gehören seit vielen Jahren zu den Standard-Anwendungen für Diskussionen im Internet – lange bevor die sogenannten sozialen Medien auftauchten. Die Open-Source-Software Discourse verspricht eine neue, zeitgemäße Interpretation des alten Themas und bietet sich als Alternative zu kommerziellen Lösungen wie Disqus an. Dank moderner Features wie responsivem Design und dynamischem Nachladen von Inhalten verhält sich Discourse wie eine App – egal ob auf dem Desktop oder im Smartphone. Traditionelle Foren-Software wie PHP BB sieht dagegen buchstäblich alt aus. Und was spricht dagegen, einen gepflegten Diskurs in eigener Regie zu führen, statt das Outsourcing zu einem externen Dienst mit allen Risiken und Nebenwirkungen zu betreiben?

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MySQL 5.7: sql_mode mit straffen Zügeln

Ein Kalender, wie er sein soll (albertdiones/Pixabay CC0)

Ein Kalender, wie er sein soll, fängt am Monats-Ersten und nicht am Monats-Nullten an (Foto: albertdiones/Pixabay CC0)

Was passierte am nullten nullten des Jahres Null, und warum steht dieses Datum, obwohl kalendarisch unsinnig, in der Datenbank, und wenn es schon da drin ist, warum steigt MySQL deswegen auf einmal mit einem Fehler aus? Das ist nur eine von mehreren Fragen, die ein Upgrate auf die MySQL-Version 5.7 aufwerfen kann, und die Antwort darauf steht in der Systemvariable sql_mode. Mit ihrer Hilfe lassen sich nämlich grundlegende Dinge wie die zu verwendende SQL-Syntax und die vorzunehmende Daten-Validierung konfigurieren. Diese SQL-Modi entscheiden also darüber, wie sich die Datenbank verhält. Weil MySQL 5.7 die Zügel mit strengeren Voreinstellungen anzieht, kann es mit älteren Datenbanken zu Problemen kommen.

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PHP 7 ist in Ubuntu gelandet: Installation, Neues, Abwärts-Kompatibilität

Unterstützte PHP-Versionen, Stand 30. Mai 2016

Unterstützte PHP-Versionen, Stand 30. Mai 2016 (Screenshot von php.net)

Alle zwei Jahre bringt Ubuntu eine Version mit Langzeit-Pflege heraus. Das jüngst erschienene Ubuntu 16.04 „Xenial Xerus“ ist eine solche LTS-Version, weshalb sie über kurz oder lang auch auf diversen LAMP-Servern installiert sein wird, die Web-Dienste leisten. Umso interessanter ist es, dass hier erstmals bei einem als langzeit-stabil geltenden Ubuntu oder Debian die Version 7 der Scriptsprache PHP mitgeliefert wird.

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Responsive Bilder (1): Welche Größe hätten’s denn gern?

Ein Bild, zwei Bildgrößen

Bisher waren responsive Bilder vor allem ein Thema, mit dem sich Webdesign-Gurus beschäftigt haben: Eine schöne Idee, aber in der Praxis (außer auf den Websites von Webdesign-Gurus) kaum anzutreffen, zumal der notwendige HTML-Befehlssatz noch nicht als Standard verabschiedet ist (die Mühlen mahlen da eh gemächlich) und nur von den neuesten Browser-Versionen verstanden wird. Mit Version 4.4 seiner populären Blog-/CMS-Software hat allerdings WordPress die vormals nur per Plugin nachrüstbare Unterstützung für responsive Bilder eingebaut, und das könnte die Eintrittskarte in den Mainstream bedeuten. In dieser Artikel-Reihe soll es deshalb um Technik und Implementierung responsiver Bilder anhand eines praktischen Beispiels gehen.

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Das neue Typo3 7.6 LTS installieren

Das neue Backend von Typo3 (Ausschnitt)

Das neue Backend von Typo3 (Ausschnitt): flache, farbstarke Icons ersetzen die alten, blassen Symbole

Typo3 ist ein Content-Management-System, das sich gerade in Deutschland einiger Beliebtheit erfreut. Während das System selbst unter der GNU Public Licence steht und kostenfrei erhältlich ist, gibt es zahlreiche Firmen und Agenturen, die im Kundenauftrag Typo3-Websites einrichten, pflegen und Extensions (Erweiterungen) programmieren. Für alle, die sich selbst mit Typo3 beschäftigen wollen, gibt es hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um die gerade veröffentlichte LTS-Version 7.6 zu installieren. LTS steht für Long Term Support und besagt, dass sich die Typo3-Entwickler verpflichten, diese Version mindestens drei Jahre lang mit Sicherheits-Updates und anderen Fehlerbehebungen zu versorgen – im Falle der gerade veröffentlichten LTS Version 7.6 also bis November 2018. Aber auch der LTS-Vorgänger Typo3 6.2 wird noch bis mindestens März 2017 gepflegt.

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„Hieroglyphen“ nach Update auf PHP 5.6 in Debian Jessie oder Ubuntu 15.04

Natürlich kein Zeichensalat, sondern griechische Buchstaben (via simos.info)

Natürlich keine Hieroglyphen, sondern griechische Buchstaben (via simos.info)

Neu in der Linux-Frischeabteilung: Debian 8 „Jessie“ und Ubuntu 15.04 „Vivid Verved“, beide innerhalb der letzten Tage erschienen. Mit dem Upgrade auf die eine oder andere Distribution landet auch eine neue PHP-Version auf der Platte. Lieferten Ubuntu 14.04 und 14.10 noch PHP 5.5 aus, das schon fast zwei Jahre alte Debian Wheezy sogar noch PHP 5.4, so sind beide Distributionen nun bei PHP 5.6 angelangt. Vor allem Debian Wheezy Jessie wird demnächst sicher auf zahlreichen Servern landen, die im Netz hängen und Websites ausliefern, so dass Admins sich mit den Neuerungen auseinandersetzen müssen. Aber auch auf meinem Ubuntu-Notebook, wo ich immer eine LAMP- (Linux, Apache, MySQL, PHP) Testumgebung mit Kopien von mir betreuter Websites bereithalte, hat sich der PHP-Versionssprung sichtbar ausgewirkt: Alle Legacy-Websites, die noch mit ISO-Kodierung (beispielsweise iso-8859-1 oder das aktualisierte iso-8859-15 für Westeuropa) laufen, zeigen plötzlich „Hieroglyphen“ – genauer gesagt, jenen Zeichensalat, der zustande kommt, wenn ISO-kodierte Umlaute und Sonderzeichen mit UTF-8 dekodiert werden. Dann wird beispielsweise aus „Rücktritt als Präsident“ die Zeile „R�cktritt als Pr�sident“.

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Krautreporter: Das spannendste ist das Design

Krautreporter-Website am 24. Oktober 2014 (Screenshot)

Im Juni sammelten die Krautreporter über eine Million Euro per Crowdfunding ein. Seit heute ist ihr Online-Magazin für die Öffentlichkeit freigeschaltet, auch für Nicht-Mitglieder – das ist Teil des Konzeptes. Einen journalistischen Eröffnungs-Knaller haben die Krautreporter allerdings nicht zu bieten; das spannendste an der frischen Website ist das Design. Weiterlesen

Sichere SSL-Verbindung mit Apache oder Nginx, ohne Poodle

Teuflischer Pudel bei https://www.poodletest.com/ - Achtung: Diese Website prüft die Verletzlichkeit des Browsers, nicht des Servers!

Teuflischer Pudel bei https://www.poodletest.com/ – Achtung: Diese Website prüft die Verletzlichkeit des Browsers, nicht des Servers!

Mit SSL lässt sich die Internet-Kommunikation hoffentlich abhörsicher verschlüsseln. Wie man sich dafür selbst ein Zertifikat erzeugt – per Zertifizierungsstelle oder selbst signiert – stand im letzten Beitrag. Diesmal geht es darum, einen Webserver SSL-fähig zu machen und ihm sodann das Zertifikat samt Schlüssel zur Verfügung zu stellen, so dass eine sichere Kommunikation über HTTPS möglich ist. Dabei soll der Server auch gleich noch vor dem sogenannten POODLE-Angriff geschützt werden. All dies wird am Beispiel des weit verbreiteten Webserver-Schwergewichts Apache vorgeführt und dann auch noch einmal mit dem wendigen Russen Nginx durchgespielt.

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