Kategorie-Archiv: Linux

Flash für Linux, eine unendliche Geschichte

Auch der Firefox kann das aktuelle Pepperflash-Plugin samt Video-Beschleunigung nutzen

Auch der Firefox kann das aktuelle Pepperflash-Plugin samt Video-Beschleunigung nutzen

Viele Leute (zu denen zufälligerweise auch ich gehöre) hören das ja nicht gerne, aber Adobes Flash ist erstens immer noch nicht tot und zweitens sogar so lebendig, dass Linux-Nutzer, die bisher nicht auf die allseits beliebte Pannensoftware verzichten können, weiterhin auf Trab gehalten werden. Die letzte Neuigkeit: Flash für Linux gibt’s jetzt wieder direkt beim Hersteller Adobe, der nach vier Jahren sogar sein altes Linux-Plugin auffrischt. Dummerweise ist aber das Pepperflash-Installationspaket, wie es Ubuntu und Debian zur Installation anbieten, zumindest vorübergehend kaputt.

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MySQL 5.7: sql_mode mit straffen Zügeln

Ein Kalender, wie er sein soll (albertdiones/Pixabay CC0)

Ein Kalender, wie er sein soll, fängt am Monats-Ersten und nicht am Monats-Nullten an (Foto: albertdiones/Pixabay CC0)

Was passierte am nullten nullten des Jahres Null, und warum steht dieses Datum, obwohl kalendarisch unsinnig, in der Datenbank, und wenn es schon da drin ist, warum steigt MySQL deswegen auf einmal mit einem Fehler aus? Das ist nur eine von mehreren Fragen, die ein Upgrate auf die MySQL-Version 5.7 aufwerfen kann, und die Antwort darauf steht in der Systemvariable sql_mode. Mit ihrer Hilfe lassen sich nämlich grundlegende Dinge wie die zu verwendende SQL-Syntax und die vorzunehmende Daten-Validierung konfigurieren. Diese SQL-Modi entscheiden also darüber, wie sich die Datenbank verhält. Weil MySQL 5.7 die Zügel mit strengeren Voreinstellungen anzieht, kann es mit älteren Datenbanken zu Problemen kommen.

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Ubuntu 16.04 – Nützliche Software, Updates, PPAs

Nein, Photoshop gibt’s nicht für Linux, und auch das Ubuntu-Theme ist leider nur ein Design-Entwurf von Roman Nguyen

Mit Ubuntu 16.04 ist zum sechsten Mal eine LTS-Version der beliebten Linux-Distribution erschienen; LTS steht für Long term support, die Distribution wird also langfristig gepflegt. Ein Update auf Ubuntu „Xenial Xerus“ empfiehlt sich somit für praktisch alle Nutzer. Denn auch wenn Ubuntus Standard-Desktop Unity seit Jahren kaum weiter entwickelt wurde, so sind doch zahlreiche jener Anwendungen, die in der Neufassung dieser schon traditionellen Empfehlungsliste (Vorgänger: Ubuntu 14.04, Ubuntu 13.04, Ubuntu 10.10 bis 12.04) erscheinen, auf den neuesten Stand gebracht worden. Wer in Zukunft nicht „nur“ Bug Fixes oder Sicherheits-Updates beziehen möchte, bekommt zudem weitere Paketquellen, hauptsächlich sogenannte Personal Package Archives (PPA), empfohlen, mit denen sich diese Programme weiterhin frisch halten lassen.

Update: Ubuntu 16.10 ist im Oktober 2016 erschienen. Es sollte in mehreren Fällen aktualisierte Pakete haben; grundsätzlich sind die Installationsanleitungen hier auch für 16.10 gültig.
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Owncloud aktualisieren ohne Gebetbuch

Foto: Dwight Stone, CC BY-SA 2.0, Montage

Foto: Dwight Stone, CC BY-SA 2.0 [Montage]

Die Owncloud ist eine bekannte Open-Source-Software zur Bereitstellung einer privaten Cloud – ganz ohne Google, Dropbox und Co. Nebenbei kann der in PHP programmierte Owncloud-Server auch noch Kalender und Kontakte synchronisieren. Doch wenn der Server-Administrator im Backend eine neue Version signalisiert bekommt, dann ist erst einmal Schluss mit lustig. Denn Owncloud-Upgrades sind alles andere als ein Selbstläufer. Eine Aktualisierung per Mausklick im Browser ist zwar möglich, doch raten die Entwickler selbst davon ab. Außerdem werden die Owncloud-Erweiterungen für Kontakte und Kalender nicht automatisch mit der Kern-Software aktualisiert. Die Zahl der Foren-Berichte verzweifelter User, die sich ihre Owncloud unfreiwillig zerschossen haben, ist beunruhigend hoch. Das ist schade, denn in Zeiten, wo sowohl Firmen als auch Geheimdienste Big Data abschöpfen wollen, sollte eine private Cloud so einfach wie möglich einzurichten sein. Anstatt zum Gebetbuch zu greifen, empfehle ich – aus mehrjähriger Owncloud-Erfahrung – einen kühlen Kopf und die nachfolgende Schritt-für-Schritt-Anleitung zum erfolgreichen Upgrade. Update: Getestet und funktioniert ebenfalls für die Aktualisierung von Owncloud 8.2.3 auf 9.0.0; in Owncloud 9 wurde die Integration von Kalender und Kontakten in den Core verbessert.

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Fünf Jahre später: Unity vs. Gnome Shell revisited

Ubuntu Maverick Meerkat Desktop

So sah das damals aus: Ubuntu mit dem alten Gnome-2-Desktop

Tatsächlich. Genau fünf Jahren ist es her, dass die letzte Ubuntu-Version mit Gnome 2 als Standard-Desktop erschien. „Maverick Meerkat“ hieß sie, im Oktober 2010 war das. Danach blieb im Linux-Desktop-Land, jedenfalls auf der GTK+-Halbkugel, kein Stein mehr auf dem anderen; die Gnome-Entwickler stampften ihre angestammte Benutzer-Oberfläche ein und machten mit dem Nachfolger Gnome 3 a.k.a Gnome Shell alles neu und anders. Und der Ubuntu-Sponsor Canonical veranstaltete sein eigenes Ding, indem er die Gnome-Shell patchte und forkte, auf dass Ubuntu einen eigenen, ebenfalls neuen und anderen Desktop bekam: Unity.

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Frisch-Flash und Gammel-Flash für Linux

Hackflash. Montage (Rainer Zenz/Wikimedia Commons/CC BY-SA 3.0 und Yellowicon/GNU GPL)

Hackflash. Montage: Hackfleisch von (Rainer Zenz/Wikimedia Commons/CC BY-SA 3.0 und Yellowicon/GNU GPL)

Adobes Zappel-Software Flash und Linux – das ist ein immer sprudelnder Quell kleiner und großer Ärgernisse. Mit Erscheinen der LTS-Version 14.04 müssen sich auch Ubuntu-User zur Abwechselung mal auf eine völlig neue Situation einstellen. Wir sprechen hier von einer Zwei-Klassen-Gesellschaft: Während das Flash-Plugin von Adobe für Linux nur noch Sicherheits-Updates erhält, verbaut Google die wirklich aktuelle Variante namens Pepper Flash exklusiv in seinem hauseigenen Chrome-Browser. Mit anderen Worten: Frisch-Flash gibt’s nur bei Google, alle anderen Browser bekommen Gammel-Flash.

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Ubuntu 14.04: Nützliche Software, Updates, PPAs

Ubuntu 14.04 mit Gnome Shell statt Unity

Ubuntu 14.04 mit Gnome Shell statt Unity

Update: Neue und aktualisierte Software-Empfehlungen für Ubuntu 16.04.

Mit der Ausgabe 14.04 a.k.a Trusty Thar hat Ubuntu wieder eine Version mit Langzeit-Unterstützung („LTS“) gestemmt. Die Ubuntu-Firma Canonical verspricht dafür nicht weniger als fünf Jahre Pflege und Support. Es ist also Zeit für eine neue – wie immer subjektive – Zusammenstellung nützlicher Software sowohl aus den vom Hersteller gepflegten und unterstützten Repositories als auch aus Fremdquellen, also vor allem den zahlreichen so genannten Personal Package Archives (PPAs). Auf letztere muss man aber vorerst kaum zurückgreifen. Denn die Ubuntu-Entwickler haben sich mächtig ins Zeug gelegt, was die Aktualität der Pakete angeht. Natürlich wird die Frische mit der Zeit verfliegen, denn der Großteil der Software bekommt in den nächsten Jahren „nur noch“ Sicherheits-Updates. Zum Vergleich sind die Versionsstände der Pakete angeben. Wie immer gibt’s keine Garantie, dass für den geneigten User alles so funktioniert wie für mich. Eine Gebrauchsanweisung samt Erklärung, was Repositories im allgemeinen und PPAs im besonderen sind, findet sich im alten Artikel. Update: Diverse Ergänzungen für Ubuntu 14.10 und nach Tipps aus den Kommentaren – danke!

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Update auf Apache 2.4: Error 403 als Belohnung

Apache_Software_Foundation_LogoWer von Apache 2.2 auf die Version 2.4 des bekannten Webservers updatet und seine bisherige Virtual-Hosts-Konfiguration übernimmt, hat durchaus Chancen, dass der Server zur „Belohnung“ nicht mehr startet. Bei mir startete er zwar, warf aber einen Fehler 403 aus: „Forbidden You don’t have permission to access / on this server.“ Mir passierte das, nachdem ich mein Notebook, das zugleich als lokale Entwicklungsumgebung herhalten darf und deshalb einen kompletten LAMP-Stack bereithalten miss, von (X)Ubuntu 13.04 auf 13.10 aktualisiert hatte. Der Neuauflage haben die Ubuntu-Maintainer nämlich erstmals den Apachen in Version 2.4 spendiert, während in Ubuntus erstmals im April 2012 veröffentlichter LTS-Version ebenso wie unter dem kürzlich erschienenen Debian Wheezy noch Apache 2.2 läuft.

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Verschlüsselte Backups mit Duply auf einen HiDrive oder anderswohin

Bei dem inzwischen zur Telekom gehörenden Web-Hoster Strato bekommt man immer mal wieder – auch gerade anlässlich der Funkausstellung – einen HiDrive zum Sonderpreis: Ein Jahr lang kostet der Cloud-Speicher im Netz mit 100 GB nur einen Euro. Das ist ein interessantes Angebot, denn der HiDrive lässt sich über diverse Protokolle ansprechen und versteht sich auch auf rsync, was ihn für ernsthafte Backup-Zwecke prädestiniert. Deshalb soll es hier darum gehen, wie man per rsync und Duply Backups anfertigt – auf den HiDrive oder einen andern Server. Auch das NAS im Heimnetz tut’s, sofern sich dort rsync installieren lässt.

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Duply hat einen stabilen Langzeit-Bug

Wozu lässt ein ordentlicher Admin jede Nacht inkrementelle Backups seines Servers per Cron-Job anfertigen? Damit er besser schlafen kann natürlich. Und, ach ja, damit sich im Notfall ein Backup einfach zurückspielen lässt. Wenn dann aber Duply, das Backup-Tool der Wahl, auf eine „Fetch“-Anweisung mit der Fehlermeldung „Command line error: Expected 2 args, got 3“ antwortet, folgt die große Irritation: Was nutzt ein Backup, wenn man es nicht zurückspielen kann?

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