Schlagwort-Archiv: Ubuntu

Tweak den Budgie – oder: Wie sieht der ideale Desktop aus?

Ein Panel, ein unhippes Wallpaper und dann auch noch Conky. Das soll der ideale Desktop sein?

Eigentlich wollte ich den Budgie-Desktop, seit Version 17.04 eine offizielle Ubuntu-Version, nur mal testen. Nachdem der Eindruck so nachhaltig war, dass sich Budgie sogar als bessere Gnome Shell anbot, werkelt der Sittich-Desktop nun seit ein paar Tagen ganz regulär bei mir auf dem Arbeitsrechner. Das Erscheinungsbild habe ich dann aber doch noch verändert, wie man an dem Screenshot unschwer erkennen kann. Natürlich hat jeder seine eigene Vorstellung vom „idealen Desktop“. Allerdings geht es bei der Konzeption von Benutzeroberflächen (UX Design) um mehr als nur um Geschmacksfragen. Wer seinen Rechner als Arbeitsmittel begreift – könnte der nicht einen Desktop, der aufgeräumt ist und der Arbeit nicht im Weg steht, gut gebrauchen? Ein klares, übersichtliches Layout mit viel Platz (auf Englisch nicht umsonst screen real estate genannt) für Anwendungen – das ist jedenfalls mein idealer Desktop für einen großen Monitor.

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Sittich statt Zwerg: Budgie-Desktop als Alternative für Ubuntu

UbuntuBudgie mit Wilkommens.Bildschirm

Manchmal fügen sich die Dinge auf wundersame Weise. Kaum hat Mark Shuttleworth, Gründer und Geldgeber der Linux-Distribution Ubuntu, das Aus für seine Konvergenz-Pläne und damit für die hauseigene Oberfläche Unity angekündigt, erscheint ein Desktop mit dem kuriosen Namen Budgie erstmals als official Ubuntu Flavour auf der Bildfläche. Unity soll zwar erst im kommenden Jahr mit Erscheinen der LTS-Version 18.04 weichen, doch schon in der gerade herausgekommenen Version 17.04 (der Vorgänger 16.10 hieß noch „Ubuntu Budgie Remix“) bietet sich der Wellensittich-Schreibtisch als Nachfolger für Unity an.

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PHP 7 ist in Ubuntu gelandet: Installation, Neues, Abwärts-Kompatibilität

Unterstützte PHP-Versionen, Stand 30. Mai 2016

Unterstützte PHP-Versionen, Stand 30. Mai 2016 (Screenshot von php.net)

Alle zwei Jahre bringt Ubuntu eine Version mit Langzeit-Pflege heraus. Das jüngst erschienene Ubuntu 16.04 „Xenial Xerus“ ist eine solche LTS-Version, weshalb sie über kurz oder lang auch auf diversen LAMP-Servern installiert sein wird, die Web-Dienste leisten. Umso interessanter ist es, dass hier erstmals bei einem als langzeit-stabil geltenden Ubuntu oder Debian die Version 7 der Scriptsprache PHP mitgeliefert wird.

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Ubuntu 16.04 – Nützliche Software, Updates, PPAs

Nein, Photoshop gibt’s nicht für Linux, und auch das Ubuntu-Theme ist leider nur ein Design-Entwurf von Roman Nguyen

Mit Ubuntu 16.04 ist zum sechsten Mal eine LTS-Version der beliebten Linux-Distribution erschienen; LTS steht für Long term support, die Distribution wird also langfristig gepflegt. Ein Update auf Ubuntu „Xenial Xerus“ empfiehlt sich somit für praktisch alle Nutzer. Denn auch wenn Ubuntus Standard-Desktop Unity seit Jahren kaum weiter entwickelt wurde, so sind doch zahlreiche jener Anwendungen, die in der Neufassung dieser schon traditionellen Empfehlungsliste (Vorgänger: Ubuntu 14.04, Ubuntu 13.04, Ubuntu 10.10 bis 12.04) erscheinen, auf den neuesten Stand gebracht worden. Wer in Zukunft nicht „nur“ Bug Fixes oder Sicherheits-Updates beziehen möchte, bekommt zudem weitere Paketquellen, hauptsächlich sogenannte Personal Package Archives (PPA), empfohlen, mit denen sich diese Programme weiterhin frisch halten lassen.

Update: Ubuntu 16.10 ist im Oktober 2016 erschienen. Es sollte in mehreren Fällen aktualisierte Pakete haben; grundsätzlich sind die Installationsanleitungen hier auch für 16.10 gültig.
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Owncloud aktualisieren ohne Gebetbuch

Foto: Dwight Stone, CC BY-SA 2.0, Montage

Foto: Dwight Stone, CC BY-SA 2.0 [Montage]

Die Owncloud ist eine bekannte Open-Source-Software zur Bereitstellung einer privaten Cloud – ganz ohne Google, Dropbox und Co. Nebenbei kann der in PHP programmierte Owncloud-Server auch noch Kalender und Kontakte synchronisieren. Doch wenn der Server-Administrator im Backend eine neue Version signalisiert bekommt, dann ist erst einmal Schluss mit lustig. Denn Owncloud-Upgrades sind alles andere als ein Selbstläufer. Eine Aktualisierung per Mausklick im Browser ist zwar möglich, doch raten die Entwickler selbst davon ab. Außerdem werden die Owncloud-Erweiterungen für Kontakte und Kalender nicht automatisch mit der Kern-Software aktualisiert. Die Zahl der Foren-Berichte verzweifelter User, die sich ihre Owncloud unfreiwillig zerschossen haben, ist beunruhigend hoch. Das ist schade, denn in Zeiten, wo sowohl Firmen als auch Geheimdienste Big Data abschöpfen wollen, sollte eine private Cloud so einfach wie möglich einzurichten sein. Anstatt zum Gebetbuch zu greifen, empfehle ich – aus mehrjähriger Owncloud-Erfahrung – einen kühlen Kopf und die nachfolgende Schritt-für-Schritt-Anleitung zum erfolgreichen Upgrade. Update: Getestet und funktioniert ebenfalls für die Aktualisierung von Owncloud 8.2.3 auf 9.0.0; in Owncloud 9 wurde die Integration von Kalender und Kontakten in den Core verbessert.

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Das neue Typo3 7.6 LTS installieren

Das neue Backend von Typo3 (Ausschnitt)

Das neue Backend von Typo3 (Ausschnitt): flache, farbstarke Icons ersetzen die alten, blassen Symbole

Typo3 ist ein Content-Management-System, das sich gerade in Deutschland einiger Beliebtheit erfreut. Während das System selbst unter der GNU Public Licence steht und kostenfrei erhältlich ist, gibt es zahlreiche Firmen und Agenturen, die im Kundenauftrag Typo3-Websites einrichten, pflegen und Extensions (Erweiterungen) programmieren. Für alle, die sich selbst mit Typo3 beschäftigen wollen, gibt es hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um die gerade veröffentlichte LTS-Version 7.6 zu installieren. LTS steht für Long Term Support und besagt, dass sich die Typo3-Entwickler verpflichten, diese Version mindestens drei Jahre lang mit Sicherheits-Updates und anderen Fehlerbehebungen zu versorgen – im Falle der gerade veröffentlichten LTS Version 7.6 also bis November 2018. Aber auch der LTS-Vorgänger Typo3 6.2 wird noch bis mindestens März 2017 gepflegt.

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Fünf Jahre später: Unity vs. Gnome Shell revisited

Ubuntu Maverick Meerkat Desktop

So sah das damals aus: Ubuntu mit dem alten Gnome-2-Desktop

Tatsächlich. Genau fünf Jahren ist es her, dass die letzte Ubuntu-Version mit Gnome 2 als Standard-Desktop erschien. „Maverick Meerkat“ hieß sie, im Oktober 2010 war das. Danach blieb im Linux-Desktop-Land, jedenfalls auf der GTK+-Halbkugel, kein Stein mehr auf dem anderen; die Gnome-Entwickler stampften ihre angestammte Benutzer-Oberfläche ein und machten mit dem Nachfolger Gnome 3 a.k.a Gnome Shell alles neu und anders. Und der Ubuntu-Sponsor Canonical veranstaltete sein eigenes Ding, indem er die Gnome-Shell patchte und forkte, auf dass Ubuntu einen eigenen, ebenfalls neuen und anderen Desktop bekam: Unity.

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„Hieroglyphen“ nach Update auf PHP 5.6 in Debian Jessie oder Ubuntu 15.04

Natürlich kein Zeichensalat, sondern griechische Buchstaben (via simos.info)

Natürlich keine Hieroglyphen, sondern griechische Buchstaben (via simos.info)

Neu in der Linux-Frischeabteilung: Debian 8 „Jessie“ und Ubuntu 15.04 „Vivid Verved“, beide innerhalb der letzten Tage erschienen. Mit dem Upgrade auf die eine oder andere Distribution landet auch eine neue PHP-Version auf der Platte. Lieferten Ubuntu 14.04 und 14.10 noch PHP 5.5 aus, das schon fast zwei Jahre alte Debian Wheezy sogar noch PHP 5.4, so sind beide Distributionen nun bei PHP 5.6 angelangt. Vor allem Debian Wheezy Jessie wird demnächst sicher auf zahlreichen Servern landen, die im Netz hängen und Websites ausliefern, so dass Admins sich mit den Neuerungen auseinandersetzen müssen. Aber auch auf meinem Ubuntu-Notebook, wo ich immer eine LAMP- (Linux, Apache, MySQL, PHP) Testumgebung mit Kopien von mir betreuter Websites bereithalte, hat sich der PHP-Versionssprung sichtbar ausgewirkt: Alle Legacy-Websites, die noch mit ISO-Kodierung (beispielsweise iso-8859-1 oder das aktualisierte iso-8859-15 für Westeuropa) laufen, zeigen plötzlich „Hieroglyphen“ – genauer gesagt, jenen Zeichensalat, der zustande kommt, wenn ISO-kodierte Umlaute und Sonderzeichen mit UTF-8 dekodiert werden. Dann wird beispielsweise aus „Rücktritt als Präsident“ die Zeile „R�cktritt als Pr�sident“.

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Frisch-Flash und Gammel-Flash für Linux

Hackflash. Montage (Rainer Zenz/Wikimedia Commons/CC BY-SA 3.0 und Yellowicon/GNU GPL)

Hackflash. Montage: Hackfleisch von (Rainer Zenz/Wikimedia Commons/CC BY-SA 3.0 und Yellowicon/GNU GPL)

Adobes Zappel-Software Flash und Linux – das ist ein immer sprudelnder Quell kleiner und großer Ärgernisse. Mit Erscheinen der LTS-Version 14.04 müssen sich auch Ubuntu-User zur Abwechselung mal auf eine völlig neue Situation einstellen. Wir sprechen hier von einer Zwei-Klassen-Gesellschaft: Während das Flash-Plugin von Adobe für Linux nur noch Sicherheits-Updates erhält, verbaut Google die wirklich aktuelle Variante namens Pepper Flash exklusiv in seinem hauseigenen Chrome-Browser. Mit anderen Worten: Frisch-Flash gibt’s nur bei Google, alle anderen Browser bekommen Gammel-Flash.

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Ubuntu 14.04: Nützliche Software, Updates, PPAs

Ubuntu 14.04 mit Gnome Shell statt Unity

Ubuntu 14.04 mit Gnome Shell statt Unity

Update: Neue und aktualisierte Software-Empfehlungen für Ubuntu 16.04.

Mit der Ausgabe 14.04 a.k.a Trusty Thar hat Ubuntu wieder eine Version mit Langzeit-Unterstützung („LTS“) gestemmt. Die Ubuntu-Firma Canonical verspricht dafür nicht weniger als fünf Jahre Pflege und Support. Es ist also Zeit für eine neue – wie immer subjektive – Zusammenstellung nützlicher Software sowohl aus den vom Hersteller gepflegten und unterstützten Repositories als auch aus Fremdquellen, also vor allem den zahlreichen so genannten Personal Package Archives (PPAs). Auf letztere muss man aber vorerst kaum zurückgreifen. Denn die Ubuntu-Entwickler haben sich mächtig ins Zeug gelegt, was die Aktualität der Pakete angeht. Natürlich wird die Frische mit der Zeit verfliegen, denn der Großteil der Software bekommt in den nächsten Jahren „nur noch“ Sicherheits-Updates. Zum Vergleich sind die Versionsstände der Pakete angeben. Wie immer gibt’s keine Garantie, dass für den geneigten User alles so funktioniert wie für mich. Eine Gebrauchsanweisung samt Erklärung, was Repositories im allgemeinen und PPAs im besonderen sind, findet sich im alten Artikel. Update: Diverse Ergänzungen für Ubuntu 14.10 und nach Tipps aus den Kommentaren – danke!

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