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Owncloud aktualisieren ohne Gebetbuch

Foto: Dwight Stone, CC BY-SA 2.0, Montage

Foto: Dwight Stone, CC BY-SA 2.0 [Montage]

Die Owncloud ist eine bekannte Open-Source-Software zur Bereitstellung einer privaten Cloud – ganz ohne Google, Dropbox und Co. Nebenbei kann der in PHP programmierte Owncloud-Server auch noch Kalender und Kontakte synchronisieren. Doch wenn der Server-Administrator im Backend eine neue Version signalisiert bekommt, dann ist erst einmal Schluss mit lustig. Denn Owncloud-Upgrades sind alles andere als ein Selbstläufer. Eine Aktualisierung per Mausklick im Browser ist zwar möglich, doch raten die Entwickler selbst davon ab. Außerdem werden die Owncloud-Erweiterungen für Kontakte und Kalender nicht automatisch mit der Kern-Software aktualisiert. Die Zahl der Foren-Berichte verzweifelter User, die sich ihre Owncloud unfreiwillig zerschossen haben, ist beunruhigend hoch. Das ist schade, denn in Zeiten, wo sowohl Firmen als auch Geheimdienste Big Data abschöpfen wollen, sollte eine private Cloud so einfach wie möglich einzurichten sein. Anstatt zum Gebetbuch zu greifen, empfehle ich – aus mehrjähriger Owncloud-Erfahrung – einen kühlen Kopf und die nachfolgende Schritt-für-Schritt-Anleitung zum erfolgreichen Upgrade. Update: Getestet und funktioniert ebenfalls für die Aktualisierung von Owncloud 8.2.3 auf 9.0.0; in Owncloud 9 wurde die Integration von Kalender und Kontakten in den Core verbessert.

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Mein Server, meine Domain, mein SSL-Zertifikat

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Wer auf seine Owncloud, den eigenen Email-Server oder auch den Admin-Bereich von WordPress und Co. über das Internet zugreifen möchte, sollte die Kommunikation tunlichst absichern. Ansonsten können Dritte etwa per Man in the middle-Angriff die komplette Kommunikation mitlesen und dabei auch die Login-Daten abgreifen. Die Technologie der Wahl, unter den Akronymen SSL bzw. TLS bekannt, ist in letzter Zeit zwar heftig unter die Räder gekommen, aber noch alternativlos. Sie setzt auf Verschlüsselung und auf Zertifikate, um die Vertrauenswürdigkeit der Verbindung zu beglaubigen. Allerdings gehen diese Zertifikate kräftig ins Geld, wenn man sie von einem reputierten kommerziellen Anbieter erwirbt. Eine Alternative zum Nulltarif, für persönliche Zwecke absolut ausreichend, ist ein selbst signiertes Zertifikat.

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Update auf Apache 2.4: Error 403 als Belohnung

Apache_Software_Foundation_LogoWer von Apache 2.2 auf die Version 2.4 des bekannten Webservers updatet und seine bisherige Virtual-Hosts-Konfiguration übernimmt, hat durchaus Chancen, dass der Server zur „Belohnung“ nicht mehr startet. Bei mir startete er zwar, warf aber einen Fehler 403 aus: „Forbidden You don’t have permission to access / on this server.“ Mir passierte das, nachdem ich mein Notebook, das zugleich als lokale Entwicklungsumgebung herhalten darf und deshalb einen kompletten LAMP-Stack bereithalten miss, von (X)Ubuntu 13.04 auf 13.10 aktualisiert hatte. Der Neuauflage haben die Ubuntu-Maintainer nämlich erstmals den Apachen in Version 2.4 spendiert, während in Ubuntus erstmals im April 2012 veröffentlichter LTS-Version ebenso wie unter dem kürzlich erschienenen Debian Wheezy noch Apache 2.2 läuft.

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Debian eingefroren: Bald kommt Squeeze für den LAMP-Server

Das Debian-Projekt hat den „Freeze“ für das Update auf die kommende stabile Version 6.0 a.k.a Squeeze verkündet. Ab jetzt ist also mein favorisiertes Webserver-Betriebssystem auf dem aktuellen Software-Stand eingefroren, d.h. es kommen keine Neuerungen mehr hinzu, bis zum Erscheinen werden nur noch Fehler gefixt. Für einen typischen LAMP (Linux/Apache/MySQL/PHP)-Stack bringt Squeeze wichtige Updates auf PHP 5.3.2 und auf MySQL 5.1.48. Der Apache-Webserver selbst ist dann in Version 2.2.16 enthalten.

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Support für Debian Etch läuft aus – Zeit für dist-upgrade oder Server-Wechsel

Vor elf Monaten erschien die stabile Fünf-Nuller-Version von Debian GNU Linux, benannt Lenny. Aus diesem Anlass bloggte ich vollmundig, dass es vorerst keinen Grund gebe, auf der Vorgänger-Version Etch laufende Web-Server upzudaten. Da das Debian-Projekt nun aber freundlicherweise mahnt, dass der Support der „oldstable“-Version mit Sicherheits-Updates ein Jahr später, mithin am 15. Februar, ausläuft, sei das an dieser Stelle auch noch einmal in Erinnerung gerufen. Übrigens sind die Debianer zu Recht stolz darauf, dass sie Etch fast drei Jahre lang unterstützt haben.
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