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China-Phones: Scatter-Datei erzeugen und System-Backup durchführen

Screenshot

Ausschnitt aus der Speicherblock-Übersicht eines Mediatek-Smartphones Blackview Crown. Markiert ist der Cache, der nicht in einem System-Backup benötigt wird. In der Spalte Scatter steht die Hex-Adresse des jeweiligen Speicherblocks, daneben seine Größe.

Da hat mensch sich also ein Smartphone aus dem fernen China beschafft und will es auch gleich mal rooten, ein anderes ROM probieren und hastenichgesehen. Zu dumm, wenn sich das Gerät danach nicht mehr einschalten lässt und der Händler es auch nicht mehr zurücknehmen mag, da der Kunde ja die Firmware verschlimmbessert hat. Selbst offizielle Updates, die ein Hersteller zum Download oder „Over the air“ (OTA) anbietet, können im schlimmsten Fall mal in die Hose gehen. Deshalb: Immer erst ein Backup vom Original anfertigen, und zwar mit dem SP Flashtool des Chipherstellers Mediatek samt freundlicher Unterstützung durch die MTK Droid Tools. Beide Hausmittel (samt Installationshinweisen) und die Basics zu den typischen Mediatek-Chipsätzen (samt Klärung der Begriffe Preloader und Scatter-Datei) habe ich bereits vorgestellt. Hier folgt nun eine Anleitung für die praktische Anwendung.

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Beispiel Jiayu S3: China-Phones werden immer besser

Jiayu_S3_querWer ein Import-Smartphone aus China erwirbt, erhält viel Leistung fürs Geld. In der nicht mehr ganz „billigen“, aber attraktiven Preisregion um etwa 150 Euro findet man bereits leistungsfähige Android-5.1- oder 6.0-Geräte mit großzügigem 5,5-Zoll-Full-HD-Display, flottem 64-Bit-Octacore-Prozessor, üppigen 3 GB Arbeitsspeicher und mindestens 16 GB NAND-Speicher (von den Chinesen fälschlicherweise ROM genannt); die praktische Dual-SIM-Funktionalität ist sowieso fast immer an Bord. Allerdings bleibt bei den meisten China-Phones das Garantie-Risiko. Soll man also einen Kauf wagen oder nicht? – Ein Blick auf das aktuelle chinesische Smartphone-Bouquet unter besonderer Berücksichtigung des Jiayu S3+, das man sowohl beim China-Händler als auch beim offiziellen Distributeur Jiayu Deutschland bekommen kann.

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Android ein eigenes SSL-Zertifikat unterschieben

An dem Zusatz "Extensions" samt "Basic constraints"-Erweiterung erkennt man ein CA-Zertifikat, wie es Google mag (Ansicht aus dem Firefox-Browser)

An dem Zusatz „Extensions“ samt „Basic Constraints“-Erweiterung erkennt man ein CA-Zertifikat, wie es Android mag (Ansicht aus dem Firefox-Browser)

Selbstsignierte SSL-Zertifikate genügen vollkommen, um die Kommunikation mit privat genutzten Diensten, beispielsweise einem Owncloud-Server, übers Internet abzusichern. Auf diese Weise lassen sich auf dem eigenen Smartphone auch Kalender und Adressbuch abgleichen. Dummerweise akzeptiert Googles Betriebssystem ein typisches selbstsigniertes SSL-Zertrifikat nicht; wie es trotzdem geht und welche Apps man für die Installation des Zertifikats sowie die Synchronisation mit den von Haus aus in Android nicht unterstützten Datenaustausch-Protokollen CalDAV (Termine) und CardDAV (Adressen) verwenden kann, steht in diesem Posting.

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Android statt Vodafone 360: Das Samsung H1 flashen

Wer den vorigen Beitrag gelesen hat und sein Samsung i8320 aka Vodafone H1 flashen möchte, bekommt hier nun die Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Läuft auf dem Gerät noch das ursprüngliche Betriebssystem Limo, muss man einen neuen Bootloader samt Recovery installieren. Das ist schon der größte und riskanteste Teil der Arbeit, aber er ist nur ein Mal zu erledigen. Danach lassen sich über Clockwordmod Recovery (CWM) ganz einfach neue ROMs, Updates und Patches einspielen. Limo ist dann allerdings futsch. Eigentlich gibt es dank Android keinen Grund mehr, ihm nachzutrauern – trotzdem lässt es sich zurückflashen. Außerdem Troubleshooting, Navigation im CWM-Menü, Tastenbelegung unter Android und ein kleines Glossar.

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Gib Gummi, Thinkpad Tablet

Vor ein paar Jahren habe ich in diesem Blog mal unter dem Titel Gib Gummi, Flexview eine kleine Würdigung an ein Notebook und seinen Bildschirm geschrieben, nämlich das – längst eingestellte – Flexview-Display im Lenovo Thinkpad T60. Es ist eines der am meisten gelesenen Postings auf diesem Blog. Offenbar hat der Name „Thinkpad“ nach wie vor eine magische Wirkung auf Technik-affine Notebook-Nutzer (oder liegt’s am Gummi?). Umso interessanter, dass Lenovo im letzten Jahr erstmals unter dem Label Thinkpad ein Andoid-Tablet (nicht zu verwechseln mit den unter Windows laufenden Convertible-Tablet-PCs aus gleichem Hause) herausgebracht hat. Wie schon bei den Thinkpad-Notebooks hat Lenovo versucht, qualitätsbewusste und professionelle Nutzer anzusprechen. Um es vorweg zu nehmen: Das Thinkpad Tablet ist nicht schlecht, mit wahlweiser Multitouch- oder Stift-Bedienung sogar fast einzigartig – doch so richtig Gummi gibt es leider nicht.

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