Ubuntu 13.04: Nützliche Software, Updates, PPAs

Ubuntu 13.04 „Raring Ringtail“ ist raus – Zeit, den eigenen Desktop neu aufzusetzen oder zu aktualisieren. Vor drei Jahren habe ich angefangen, eine notgedrungen subjektive Auswahl nützlicher Software aller Gattungen samt Bezugsquellen für Ubuntu (bzw. das bei mir laufende Derivat Xubuntu) zusammenzustellen. Hier kommt nun ein neuer, komplett überholter Artikel. Der Grundsatz bleibt gleich: Wenn der Software-Stand dies rechtfertigt, werden externe Paketquellen zur Installation vorgeschlagen. Eine Gebrauchsanweisung samt Erklärung, was Repositories im allgemeinen und PPAs im besonderen sind, findet sich im alten Artikel. Natürlich kann ich keine Garantie übernehmen, dass für den geneigten User alles so funktioniert wie für mich.

Audio

Audacity
Universe Repository

sudo apt-get install audacity

Klassiker für den Audio-Schnitt.

Easytag
Universe Repository

sudo apt-get install easytag

Mächtiges Tool zur Bearbeitung von Metadaten (Interpret, Album, Songtitel etc.) in MP3-Dateien, das Einlesen von Metadaten aus Musik-Datenbanken sowie das Umbenennen von Dateien – alles sowohl einzeln als auch stapelweise. Linux-Alternative zu Windows-Tools wie mp3tag.

Squeezebox Server/Logitech Media Server
Hersteller-Repository: deb http://debian.slimdevices.com stable main

sudo apt-get install logitechmediaserver

Vorsicht Namenswechsel: Der Squeezebox Server, vormals Slimserver und Squeezecenter, heißt inzwischen Logitech Mediaserver und kann seit dem letzten Namenswechsel nicht mehr nur Squeezeboxen bedienen, sondern auch zu DLNA/uPNP-Clients streamen. Auch für Ubuntu lässt sich das Debian-Repository des Herstellers verwenden. Allerdings sind die Dateien unsigniert.

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Backup

Deja Dup
Ubuntu Main Repository

sudo apt-get install deja-dup

Grafisches Frontend für das mächtige Kommandozeilen-Werkzeug Duplicity, das wiederum auf rsync und GnuPG aufsetzt. Erlaubt inkrementelle, komprimierte und verschlüsselte Backups auf lokale (Festplatte, Brenner) und entfernte (FTP, Samba-Shares, WebDav, Cloud-Speicher) Ziele.

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Browser

Chromium
Ubuntu Universe Repository

sudo apt-get install chromium-browser

Die Open-Source-Version von Googles Chrome-Browser, künftig beruhend auf dem Webkit-Fork Blink.

Firefox
Ubuntu Main Repository

sudo apt-get install firefox

Firefox ist bei Ubuntu und den meisten seiner Derivate als Standard bereits installiert und erhält trotz hoher Versions-Frequenz schnelle Updates. Anders als früher besteht deshalb kein Grund mehr, ein PPA zu nutzen. Da Firefox auch unter Windows und OS-X angeboten wird, können die Profilordner – bei Debian/ Ubuntu im Verzeichnis $HOME/.mozilla – mit Lesezeichen, gespeicherten Passwörtern, Plugins etc. einfach archiviert und kopiert werden.

Opera
Hersteller-Repository: deb http://deb.opera.com/opera/ stable non-free

sudo apt-get install debian-archive-keyring
wget -qO – http://deb.opera.com/archive.key | sudo apt-key add –
sudo apt-get update
sudo apt-get install opera

Der clevere Opera-Browser mit bislang eigenständiger Engine („Presto“) wird künftig denselben Unterbau wie Google Chromium verwenden.

Adobe Flash Plugin
Ubuntu Multiverse Repository

sudo apt-get install flashplugin-installer

Initiiert den Download der aktuellen Version von Adobes Flash-Player in 32 oder 64 bit.

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Desktop

Kupfer
Ubuntu Universe Repository

sudo apt-get install kupfer

Ein flinker, leichtgewichtiger Anwendungsstarter, der lernfähig und mit Plugins zum Steuern diverser Anwendungen erweitert werden kann. Wird wie sein Vorbild, die Mac-Software Quicksilver, standardmäßig mit der Tastenkombination Strg+Space hervorgeholt, errät den gewünschten Befehl schon nach der Eingabe von ein paar Buchstaben und startet Anwendungen per Enter – schneller als jedes Mausgeschubse.

DockbarX/DockX
PPA Dockbar Main Group

sudo add-apt-repository ppa:dockbar-main/ppa
sudo apt-get update
sudo apt-get install dockbarx dockbarx-themes-extras

Der Geheimtipp unter den Linux-Docks: Launcher und Taskleiste mit Gruppierung für mehrere Programmfenster zugleich. Zeigt Icons aller aktiven und angehefteten Programme und (nur mit Compiz) Mini-Vorschauen der vom jeweiligen Programm geöffneten Fenster – inspiriert von Windows 7. Läuft als dockx gestartet standalone oder als Panel-Applet für Gnome2, AWN und neuerdings auch den Gnome2-Fork Mate und für Xfce verfügbar:

sudo apt-get install –no-install-recommends xfce4-dockbarx-plugin
sudo apt-get install dockbarx-mate

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Ebooks

Calibre
PPA Nate Muench

sudo add-apt-repository ppa:n-muench/calibre
sudo apt-get update
sudo apt-get install calibre

Das Werkzeug zum Konvertieren, Verwalten, Synchronisieren der eigenen digitalen Bibliothek. Versteht sich auch prima mit dem Sony Reader. Die frische Version mit Anpassungen für aktuelle E-Reader und deren Updates findet man nur im PPA.

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E-Mail

Mozilla Thunderbird
Main Repository

sudo apt-get install thunderbird

In Ubuntu und den meisten Derivaten der Standard zum Mailen, ist der Donnervogel auch für Windows und OS-X erhältlich. Alle Mails, Adressbücher und Konteneinstellungen sowie die meisten Plugins lassen sich bequem archivieren und auch auf einen anderen Rechner migrieren, indem man den Profilordner in $HOME/.thunderbird kopiert.

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Entwicklung

Eclipse IDE
Universe Repository

sudo apt-get install eclipse

Was soll man sagen? Speicherfresser, benötigt Java, aber für viele Nutzer und Sprachen das Entwicklungswerkzeug schlechthin. Die offiziellen Ubuntu-Repos enthalten Eclipse 3.8. Auf der Eclipse-Homepage bekommt man die wegen angeblich schlechter Performance viel kritisierte Version 4.2 mit Linux-Installer. PHP-Entwickler installieren EclipsePDT direkt aus der Eclipse IDE über Help -> Install new Software. Paketquelle: http://download.eclipse.org/tools/pdt/updates/release. Außerdem hält die PHP-Firma Zend ein fertiges Installationspaket mit Eclipse 3.7 zum Download bereit.

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Fonts

Fontmatrix
Universe Repository

sudo apt-get install fontmatrix

Feiner Font-Betrachter, der installierte Schriften auch verwalten, vergleichen, organisieren und (in)aktiv schalten kann. Benötigt Qt4.

Microsoft TrueType core fonts
Multiverse Repository

sudo apt-get install ttf-mscorefonts-installer

Lädt nach Abnicken der Vertragsbedingungen („EULA“) von Microsoft Schriften wie Arial und Windings, packt sie mit cabextract (wird als Abhängigkeit ggf. mitinstalliert) aus und installiert sie.

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Grafik
Darktable
PPA Darktable Releases Plus

sudo add-apt-repository ppa:pmjdebruijn/darktable-release-plus
sudo apt-get update
sudo apt-get install darktable

Das noch recht neue Linux-Pendant zu Adobes Foto-Workflow-Software Lightroom ist nicht-destruktiver RAW-Entwickler und Bild-Verwaltung in einem und benötigt naturgemäß viel Speicher. Wegen der ständigen Weiterentwicklung ist die stabile Version im PPA von Pascal de Bruijn meist aktueller als das offizielle Ubuntu-Paket.

The Gimp
Ubuntu Main Repository oder
PPA otto06217

sudo add-apt-repository ppa:otto-kesselgulasch/gimp
sudo apt-get update
sudo apt-get install gimp gimp-plugin-registry gimp-gmic

Kein Photoshop, aber doch das amtliche Open-Source-Programm für Bild/Foto-Bearbeitung (Rastergrafik). Ubuntu 13.04 kommt erfreulicherweise mit der aktuellen Version 2.84. Ansonsten findet man das frischeste Gimp immer im PPA Otto Kesselgulasch. Die Apt-Zeile oben lädt zusätzlich Plugins und weitere Filter.

Inkscape
Main Repository

sudo apt-get install inkscape

Das amtliche Open-Source-Programm für Vektorgrafiken (Zeichnungen, Layouts, Webdesign) und damit am ehesten als Pendant zu Adobe Illustrator oder Corel Draw geeignet.

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Java

Sun Java
Ubuntu Main Repository

sudo apt-get install openjdk-7-jre

Java, Sicherheit und die Java-Company Oracle nach der Übernahme von Sun, das ist ein Thema für sich. Ohne die Java-Runtime kommt man aber auf dem Linux-Desktop oft nicht aus. Die Open-Source-Variante wird von Ubuntu in der aktuellen Version 7 mitgeliefert und sollte ihre Zwecke zumindest mit den hier aufgeführten Java-Programmen zuverlässig erfüllen. Die proprietäre Version ist aus Lizenzgründen nicht mehr in Ubuntus Partner Repository. Wer sie dennoch installieren muss, kann sich mit dem Oracle Java (JDK) 6 / 7 / 8 Installer PPA behelfen, das ähnlich wie der Flash-Installer für Adobe das aktuelle Java von Oracle herunterlädt und installiert.

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Netzwerk

afpfs-ng
Ubuntu Universe

sudo apt-get install afpfs-ng-utils

Client für das AFP-Protokoll von Apple. Nutzt die Fuse-Bibliothek. Erlaubt es, eine Mac-Freigabe von OS-X unter Linux zu mounten. Nutzungs-Beispiel:

afp_client mount 'afp://benutzer:password@hostname/pfad' /mountpoint/
afp_client unmount /mountpoint/

Dropbox
Ubuntu Multiverse Repository

sudo apt-get install nautilus-dropbox

Installiert die Cloud-Software Dropbox mit Rechts-Klick-Integration in den Gnome-Dateimanager Nautilus. Nach der Installation kann man ein neues Dropbox-Konto anlegen oder ein bestehendes verwenden.

Thunar-Dropbox
Crunchbang Linux Repository

wget -qO – http://packages.crunchbang.org/waldorf-dev/crunchbang.key | sudo apt-key add –
sudo sh -c ‚echo „deb http://packages.crunchbang.org/waldorf waldorf main“ >> /etc/apt/sources.list.d/crunchbang.list‘
sudo apt-get update
sudo apt-get install thunar-dropbox-pluginsudo apt-get install thunar-dropbox-plugin

Xubuntu-Nutzer installieren Dropbox wie oben für Gnome, wenngleich der Dateimanager unter Xfce Thunar und nicht Nautilus heißt. (Nautilus wird nicht (mehr) als Abhängigkeit automatisch installiert.) Das Paket lädt die Dropbox-Software herunter und installiert den Dropbox-Daemon, so dass auch unter Xfce ein synchronisierter Dropbox-Ordner zur Verfügung steht. IM Xfce-Menü findet man den Dropbox-Eintrag unter Internet. Mit dem Thunar-Dropbox-Plugin, das von Crunchbang Linux bereitgestellt wird, kann man dann auch noch die Dropbox-Funktionalität in den Dateimanager integrieren. Das Crunchbang-Repository sollte sicherheitshalber mit Apt-Pinning eine niedrige Priorität erhalten.

LAMP-Server (Linux, Apache, MySQL, PHP)
Ubuntu Main Repository

sudo apt-get install php5-mysql libapache2-mod-php5 mysql-server-5.5

Dank der Magie des Debian-/Ubuntu-Paketmanagers Apt reicht eine so kurze Befehlszeile, um einen kompletten Webserver-Stack mit PHP als Apache-Modul und Anbindung an den MySQL-Server quick’n’dirty zu installieren. Apt wird die zusätzlich benötigten Pakete automatisch mit installieren und nach einem Root-Passwort für MySQL fragen. Danach ist ein lokaler Webserver unter http://localhost per Web-Browser ansurfbar.

Teamviewer
.deb-Pakete 32/64 bit zum direkten Download.

sudo dpkg -i teamviewer_linux_XXX.deb

Teamviewer läuft unter Linux nicht nativ, sondern mit Hilfe des Windows-Emulators Wine. Die vom Hersteller bereitgestellten .deb-Pakete (32 oder 64 bit) sorgen dafür, dass alles in einem Rutsch installiert und konfiguriert wird; danach lässt sich Teamviewer direkt über das Menü Anwendungen->Internet starten. Für die private Nutzung ist das professionelle Programm kostenlos und ermöglicht per Desktop-Sharing via Internet den problemlosen Zugriff auf entfernte Desktops. So kann man Computer-Laien aus der Distanz Hilfestellung leisten oder einen Rechner fernsteuern. Das geht umgekehrt auch mit dem eigenen Desktop. Ohne Kenntnis der vom Programm erzeugten eindeutigen ID-Nummer und eines den eigenen Wünschen anpassbaren Kennwortes erhält der Helfer aus der Ferne jedoch keinen Zugang.

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Office

LibreOffice
Ubuntu Main Repository

sudo apt-get install libreoffice-l10n-de libreoffice-help-de hunspell-de-de-frami hyphen-de mythes-de libreoffice-gtk

Der Fork von Open Office nach der Übernahme von Sun durch Oracle ist Standard bei Ubuntu. Bei Xubuntu oder Lubuntu wird allerdings das leichtgewichtigere Abiword mitgeliefert. Um ein deutschsprachiges Libreoffice zu erhalten, muss man zusätzlich auch Pakete für Wörterbuch, Thesaurus, Silbentrennung installieren. Das Paket libreoffice-gtk sorgt für eine Integration in Desktops mit dem GTK-Toolkit, also etwa Xfce/Xubuntu. Für Gnome installiert man entsprechend libreoffice-gnome.

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PDF

Adobe Reader
Download von der Adobe-Website

sudo dpkg -i AdbeRdr9.x.x-x_i386linux_enu.deb
sudo apt-get -f install

Der Adobe Reader, in letzter Zeit wieder durch Sicherheits-Lecks aufgefallen, findet sich nicht mehr im Ubuntu Partner Repository. Die Downloads, die Adobe auf seiner Website anbietet, sind vom Leistungsumfang dem Windows-Versionsstand hoffnungslos hinterher. Deutsch spricht der Linux-Reader nur bis 9.4.2, deb-Pakete gibt es nur noch 32-bittig. Auf 64-Bit-Systemen muss man deshalb einen ganzen Schwanz von 32-Bit-Bibliotheken hinzuladen. Auf Adobes FTP-Server gibt es mit Versionsstand 9.5.4 auch englischsprachige Binaries mit 64 bit, jedoch nicht als deb-Pakete.

PDFMod
Ubuntu Universe Repository

sudo apt-get install pdfmod

Einfaches Werkzeug, um Seiten in mehrseitigen PDFs umzusortieren, zu rotieren, zu löschen oder mit anderen PDFs zu kombinieren. Außerdem: Bilder exportieren; Titel, Thema, Autor, Schlagworte eines PDF-Dokuments zu ändern. Benötigt Mono.

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Utilities

LinSSID
deb-Paket auf Sourceforge

sudo dpkg -i linssid_1.9-1_amd64.deb
sudo apt-get -f install

Endlich eine – noch nicht ganz stabile – Alternative für die nicht mehr aktualisierte Linux-Version des WLAN-Scanners InSSider. Das Ubuntu-PPA wseverin/ppa gilt leider nur für die LTS-Version Ubuntu 12.04, so dass man das aktuelle deb-Paket selbst downloaden sollte.

jDownloader
PPA JDownloader-Team

sudo add-apt-repository ppa:jd-team/jdownloader
sudo apt-get update
sudo apt-get install jdownloader

Java-Software, die Download-Adressen per Zwischenablage sammelt, von YouTube Videos in allen verfügbaren Formaten herunterladen kann und sich auch mit vielen halbseidenen One-Click-Hostern auskennt – bis hin zu fast automatisierten Downloads. Programm aktualisiert sich direkt, nicht über das Paketmanagement.

Jupiter
Webupd8 Team PPA

sudo add-apt-repository ppa:webupd8team/jupiter
sudo apt-get update
sudo apt-get install jupiter

Nach der Installation erscheint Jupiter als Applet im Panel, das den unkomplizierten Schnellzugriff auf Stromsparfunktionen (Umschaltung des CPU-Taktes, An-/Abschaltung von WLAN, Bluetooth u.a.) sowie die Bildschirm-Konfiguration (Auflösung, Drehen, Setup mehrerer Bildschirme) erlaubt. Hinweis: Zum Zeitpunkt, als dieses Posting verfasst wurde, fehlte im PPA noch eine Version für 13.04. Zur Abhilfe kann man Apt über den Eintrag in der entsprechenden Datei in /etc/sources.list.d/ anweisen, statt „Raring“ als Quelle die vorherige Ubuntu-Version „Quantal“ zu verwenden.

Meld
Universe Repository

sudo apt-get install meld

Mehr als eine grafische Version von diff. Vergleicht zwei oder drei Dateien Zeile für Zeile und zwei oder drei Ordner Datei für Datei. Unterstützt mehrere Versionskontrollsysteme.

Unrar
Multiverse Repository

sudo apt-get install unrar

Proprietäres, aber kostenfreies Programm zum Entpacken von *rar-Archiven.

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Verschlüsselung

TrueCrypt
Wird vom Hersteller nur mit Installationsskript zum Download angeboten.

tar xzf truecrypt-7.1a-linux-x64.tar.gz
sh truecrypt-7.1a-setup-x64

TrueCrypt (aktuelle Version 7.1a) ist ein sicheres Open-Source-Verschlüsselungssystem für Container-Dateien oder ganze Partitionen/Disks. Unter Linux werden dafür root-Rechte benötigt, oder der Nutzer muss in die (zu erstellende) Gruppe truecrypt eingetragen werden. Da TrueCrypt auch für Windows und Mac OS-X verfügbar ist (die GUI läuft unter Java), eignet es sich besonders gut, um externe Festplatten oder USB-Sticks plattformübergreifend zu ver- und entschlüsseln. Wer seine Ubuntu-Installation oder sein Home-Verzeichnis verschlüsseln will, greift besser zur eingebauten und vom Ubuntu-Installer unterstützen Verschüsselung.

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Video

Avidemux
Getdeb

wget -q -O – http://archive.getdeb.net/getdeb-archive.key | sudo apt-key add -D
sudo sh -c ‚echo „deb http://archive.getdeb.net/ubuntu quantal-getdeb apps“ >> /etc/apt/sources.list.d/getdeb.list‘
sudo apt-get update
sudo apt-get install avidemux2.6

Ein einfaches Videoschnitt- und Konvertier-Werkzeug, das oft im Zusammenhang mit dem von Windows bekannten VirtualDub genannt wird, aber auch MPEGs und (mit Problemen) HD-Material verarbeitet. Die aktuelle, laut Entwicklern von Grund auf neu geschriebene Version 2.6 kann  parallel zur in den offiziellen Ubuntu-Repositories enthaltenen 2.5.x installiert werden; man bekommt sie nur über das (wieder belebte) Getdeb-Repository. Achtung 1: Getdeb wurde noch nicht auf den „Raring“-Release aktualisiert – deshalb vorerst „Quantal“ verwenden. Achtung 2: Getdeb hat noch enthält (ggf. unerwünschte) Updates zu zahlreichen weiteren Programmen, weshalb man dieses Repository per Apt-Pinning herunterstufen sollte.

Openshot
PPA Openshot Developers

sudo add-apt-repository ppa:openshot.developers/ppa
sudo apt-get update
sudo apt-get install openshot

Ein unter aktiver Entwicklung stehender Videoeditor mit Timeline und Effekten.

MPlayer mit VDPAU
Universe Repository

sudo apt-get install gnome-mplayer

Der Mplayer (Ubuntu installiert genau genommen den Fork Mplayer2) ist war auf meinem Notebook mit Nvidia-Grafik der einzige Videoplayer, der weitgehend problemlos HD-Videos mit minimaler CPU-Belastung abspielt – die Dekodierung übernimmt die Grafikkarte. Zuvor muss der Closed-Source-Treiber von Nvidia aktiviert werden. Dann im Frontend Gnome-Mplayer unter Bearbeitung > Einstellungen als Videoausgabe VDPAU wählen und die Hardwarebeschleunigung aktivieren. Seit Ubuntu 13.04 kann aber auvh der Standard-Videoplayer (bei Xubuntu heißt er Parole, bei Ubuntu Totem) die Hardware-Beschleunigung nutzen.

Handbrake
PPA John Stebbins

sudo add-apt-repository ppa:stebbins/handbrake-snapshots
sudo apt-get update
sudo apt-get install handbrake-gtk

Ein Video-Transcoder, der Mulitmedia-Dateien, aber auch DVDs und Bluerays (natürlich nur solche ohne Kopierschutz) zu MP4 oder Matroska-Dateien konvertiert. Bringt spezielle Profile für eine Reihe von Apple-Geräten (iPods, iPad, iPhone) mit.

Me-tv
PPA Me-TV Development

sudo add-apt-repository ppa:me-tv-development/ppa
sudo apt-get update
sudo apt-get install me-tv

Ein DVB-Viewer zum Fernsehen am Computer, zum Beispiel mit einem von Linux unterstützten DVB-T-Stick. Ermöglicht Aufnahmen, aber leider kein Pausieren mit zeitversetzter Wiedergabe (Timeshifting).

Minitube
PPA Webup8

sudo add-apt-repository ppa:nilarimogard/webupd8/ppa
sudo apt-get update
sudo apt-get install minitube

YouTube ohne Browser und Flash, in einer praktischen „App“, so nennt man das heute selbst auf einem ollen PC. Achtung: Das PPA enthält (ggf. unerwünschte) Updates zu zahlreichen weiteren Programmen, weshalb man es per Apt-Pinning herunterstufen sollte.

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Virtualisierung/Emulatoren

Virtualbox
Ubuntu Partner Repository

sudo apt-get install virtualbox

Unter Linux die beste kostenlose Out-of-the-box-Virtualisierungslösung für den Desktop. Die frühere Unterscheidung zwischen Open-Source-Edition und kommerzieller Version entfällt seit Virtualbox 4. Um USB-Support zu aktivieren, muss ein Extension Pack heruntergeladen und anschließend in der VirtualBox-GUI unter Datei->Globale Einstellungen->Zusatzpakete hinzugefügt werden.

Wine
PPA Ubuntu Wine Team

sudo add-apt-repository ppa:ubuntu-wine/ppa
sudo apt-get update
sudo apt-get install wine

Wine ist ein Emulator, um Windows-Programme unter Linux laufen zu lassen. Weil Wine ständig weiterentwickelt wird und Distributionen wie Ubuntu standardmäßig veraltete Pakete liefern, lohnt es sich, aus diesem PPA die „Latest official WineHQ releases“ zu installieren.

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Ein Gedanke zu „Ubuntu 13.04: Nützliche Software, Updates, PPAs

  1. Pingback: Ubuntu 16.04 – Nützliche Software, Updates, PPAs | Privatstrand

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