Beispiel Jiayu S3: China-Phones werden immer besser

Jiayu_S3_querWer ein Import-Smartphone aus China erwirbt, erhält viel Leistung fürs Geld. In der nicht mehr ganz „billigen“, aber attraktiven Preisregion um etwa 150 Euro findet man bereits leistungsfähige Android-5.1- oder 6.0-Geräte mit großzügigem 5,5-Zoll-Full-HD-Display, flottem 64-Bit-Octacore-Prozessor, üppigen 3 GB Arbeitsspeicher und mindestens 16 GB NAND-Speicher (von den Chinesen fälschlicherweise ROM genannt); die praktische Dual-SIM-Funktionalität ist sowieso fast immer an Bord. Allerdings bleibt bei den meisten China-Phones das Garantie-Risiko. Soll man also einen Kauf wagen oder nicht? – Ein Blick auf das aktuelle chinesische Smartphone-Bouquet unter besonderer Berücksichtigung des Jiayu S3+, das man sowohl beim China-Händler als auch beim offiziellen Distributeur Jiayu Deutschland bekommen kann.

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Responsive Bilder (1): Welche Größe hätten’s denn gern?

Ein Bild, zwei Bildgrößen

Bisher waren responsive Bilder vor allem ein Thema, mit dem sich Webdesign-Gurus beschäftigt haben: Eine schöne Idee, aber in der Praxis (außer auf den Websites von Webdesign-Gurus) kaum anzutreffen, zumal der notwendige HTML-Befehlssatz noch nicht als Standard verabschiedet ist (die Mühlen mahlen da eh gemächlich) und nur von den neuesten Browser-Versionen verstanden wird. Mit Version 4.4 seiner populären Blog-/CMS-Software hat allerdings WordPress die vormals nur per Plugin nachrüstbare Unterstützung für responsive Bilder eingebaut, und das könnte die Eintrittskarte in den Mainstream bedeuten. In dieser Artikel-Reihe soll es deshalb um Technik und Implementierung responsiver Bilder anhand eines praktischen Beispiels gehen.

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Owncloud aktualisieren ohne Gebetbuch

Foto: Dwight Stone, CC BY-SA 2.0, Montage

Foto: Dwight Stone, CC BY-SA 2.0 [Montage]

Die Owncloud ist eine bekannte Open-Source-Software zur Bereitstellung einer privaten Cloud – ganz ohne Google, Dropbox und Co. Nebenbei kann der in PHP programmierte Owncloud-Server auch noch Kalender und Kontakte synchronisieren. Doch wenn der Server-Administrator im Backend eine neue Version signalisiert bekommt, dann ist erst einmal Schluss mit lustig. Denn Owncloud-Upgrades sind alles andere als ein Selbstläufer. Eine Aktualisierung per Mausklick im Browser ist zwar möglich, doch raten die Entwickler selbst davon ab. Außerdem werden die Owncloud-Erweiterungen für Kontakte und Kalender nicht automatisch mit der Kern-Software aktualisiert. Die Zahl der Foren-Berichte verzweifelter User, die sich ihre Owncloud unfreiwillig zerschossen haben, ist beunruhigend hoch. Das ist schade, denn in Zeiten, wo sowohl Firmen als auch Geheimdienste Big Data abschöpfen wollen, sollte eine private Cloud so einfach wie möglich einzurichten sein. Anstatt zum Gebetbuch zu greifen, empfehle ich – aus mehrjähriger Owncloud-Erfahrung – einen kühlen Kopf und die nachfolgende Schritt-für-Schritt-Anleitung zum erfolgreichen Upgrade. Update: Getestet und funktioniert ebenfalls für die Aktualisierung von Owncloud 8.2.3 auf 9.0.0; in Owncloud 9 wurde die Integration von Kalender und Kontakten in den Core verbessert.

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Berlinale 2016: Was die Kriege aus Ex-Jugoslawien gemacht haben

Schauspielerin und Journalistin Vedrana Seksan bei der Premiere im Berlinale-Palast

Schauspielerin und Journalistin Vedrana Seksan bei der Premiere des Films „Smrt u Sarajevo“ im Berlinale-Palast

Filmemacher aus dem ehemaligen Jugoslawien haben es nicht leicht, neue Produktionen zu finanzieren – vor allem wenn der Film nicht von „Trompeten oder Blut“ handelt, wie der serbische Jungregissseur Nikola Ljuca ironisch sagt. Trotzdem schafften es drei neue Spielfilme aus Bosnien, Serbien und Kroatien ins Programm der 66. Berlinale, und einer davon bekam sogar einen Silbernen Bären. Update: Text gekürzt und Spoiler entfernt.

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Das neue Typo3 7.6 LTS installieren

Das neue Backend von Typo3 (Ausschnitt)

Das neue Backend von Typo3 (Ausschnitt): flache, farbstarke Icons ersetzen die alten, blassen Symbole

Typo3 ist ein Content-Management-System, das sich gerade in Deutschland einiger Beliebtheit erfreut. Während das System selbst unter der GNU Public Licence steht und kostenfrei erhältlich ist, gibt es zahlreiche Firmen und Agenturen, die im Kundenauftrag Typo3-Websites einrichten, pflegen und Extensions (Erweiterungen) programmieren. Für alle, die sich selbst mit Typo3 beschäftigen wollen, gibt es hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um die gerade veröffentlichte LTS-Version 7.6 zu installieren. LTS steht für Long Term Support und besagt, dass sich die Typo3-Entwickler verpflichten, diese Version mindestens drei Jahre lang mit Sicherheits-Updates und anderen Fehlerbehebungen zu versorgen – im Falle der gerade veröffentlichten LTS Version 7.6 also bis November 2018. Aber auch der LTS-Vorgänger Typo3 6.2 wird noch bis mindestens März 2017 gepflegt.

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Fünf Jahre später: Unity vs. Gnome Shell revisited

Ubuntu Maverick Meerkat Desktop

So sah das damals aus: Ubuntu mit dem alten Gnome-2-Desktop

Tatsächlich. Genau fünf Jahren ist es her, dass die letzte Ubuntu-Version mit Gnome 2 als Standard-Desktop erschien. „Maverick Meerkat“ hieß sie, im Oktober 2010 war das. Danach blieb im Linux-Desktop-Land, jedenfalls auf der GTK+-Halbkugel, kein Stein mehr auf dem anderen; die Gnome-Entwickler stampften ihre angestammte Benutzer-Oberfläche ein und machten mit dem Nachfolger Gnome 3 a.k.a Gnome Shell alles neu und anders. Und der Ubuntu-Sponsor Canonical veranstaltete sein eigenes Ding, indem er die Gnome-Shell patchte und forkte, auf dass Ubuntu einen eigenen, ebenfalls neuen und anderen Desktop bekam: Unity.

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Android ein eigenes SSL-Zertifikat unterschieben

An dem Zusatz "Extensions" samt "Basic constraints"-Erweiterung erkennt man ein CA-Zertifikat, wie es Google mag (Ansicht aus dem Firefox-Browser)

An dem Zusatz „Extensions“ samt „Basic Constraints“-Erweiterung erkennt man ein CA-Zertifikat, wie es Android mag (Ansicht aus dem Firefox-Browser)

Selbstsignierte SSL-Zertifikate genügen vollkommen, um die Kommunikation mit privat genutzten Diensten, beispielsweise einem Owncloud-Server, übers Internet abzusichern. Auf diese Weise lassen sich auf dem eigenen Smartphone auch Kalender und Adressbuch abgleichen. Dummerweise akzeptiert Googles Betriebssystem ein typisches selbstsigniertes SSL-Zertrifikat nicht; wie es trotzdem geht und welche Apps man für die Installation des Zertifikats sowie die Synchronisation mit den von Haus aus in Android nicht unterstützten Datenaustausch-Protokollen CalDAV (Termine) und CardDAV (Adressen) verwenden kann, steht in diesem Posting.

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„Hieroglyphen“ nach Update auf PHP 5.6 in Debian Jessie oder Ubuntu 15.04

Natürlich kein Zeichensalat, sondern griechische Buchstaben (via simos.info)

Natürlich keine Hieroglyphen, sondern griechische Buchstaben (via simos.info)

Neu in der Linux-Frischeabteilung: Debian 8 „Jessie“ und Ubuntu 15.04 „Vivid Verved“, beide innerhalb der letzten Tage erschienen. Mit dem Upgrade auf die eine oder andere Distribution landet auch eine neue PHP-Version auf der Platte. Lieferten Ubuntu 14.04 und 14.10 noch PHP 5.5 aus, das schon fast zwei Jahre alte Debian Wheezy sogar noch PHP 5.4, so sind beide Distributionen nun bei PHP 5.6 angelangt. Vor allem Debian Wheezy Jessie wird demnächst sicher auf zahlreichen Servern landen, die im Netz hängen und Websites ausliefern, so dass Admins sich mit den Neuerungen auseinandersetzen müssen. Aber auch auf meinem Ubuntu-Notebook, wo ich immer eine LAMP- (Linux, Apache, MySQL, PHP) Testumgebung mit Kopien von mir betreuter Websites bereithalte, hat sich der PHP-Versionssprung sichtbar ausgewirkt: Alle Legacy-Websites, die noch mit ISO-Kodierung (beispielsweise iso-8859-1 oder das aktualisierte iso-8859-15 für Westeuropa) laufen, zeigen plötzlich „Hieroglyphen“ – genauer gesagt, jenen Zeichensalat, der zustande kommt, wenn ISO-kodierte Umlaute und Sonderzeichen mit UTF-8 dekodiert werden. Dann wird beispielsweise aus „Rücktritt als Präsident“ die Zeile „R�cktritt als Pr�sident“.

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China-Phones: Die „amtlichen“ Zutaten für ROM-Köche

Schöne Momentaufnahme aus einer Nudelküche in Linxia, Gansu, von Peter Morgan (CC BY-SA 2.0)

Nudelküche in Linxia in der nordchinesischen Provinz Gansu, von Peter Morgan (CC BY-SA 2.0)

In fast jedem China-Restaurant wird Glutamat verwendet – und in fast jedem chinesischen Smartphone ein Chipsatz des taiwanesischen Billig-Herstellers Mediatek. Deshalb „ticken“ all diese China-Phones ähnlich. Wer das letzte Posting zum Thema gelesen hat, kennt die konzeptionellen Gemeinsamkeiten und weiß, was sich hinter Begriffen wie Scatter-Datei oder Preloader verbirgt. Hier werden nun die Zutaten vorgestellt, mit denen ROM-Köche Zugang zur Haute Cuisine der China-Phones erhalten.

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China-Phones: Backup, Root, Recovery mit Hausmitteln

MediaTek-Selbstdarstellung: Jedes dritte Smartphone weltweit mit MediaTek-Technik

MediaTek-Selbstdarstellung: Jedes dritte weltweit 2014 ausgelieferte Smartphone mit MediaTek-Technik

Groß ist die Zahl der Niedrigpreis-Smartphones mit Dual-SIM-Fähigkeit, die von China aus den Markt überfluten und zunehmend auch im „Rest der Welt“ Verbreitung finden – obwohl Marken-Namen wie Kingsing, Dodgee oder Elephone noch sehr ungewohnt und seltsam quietschig klingen. So bunt und verwirrend die Vielfalt erscheinen mag – fast alle Hersteller bauen wegen der geringen Kosten auf die Chipsatz-Plattform des taiwanesischen Herstellers Mediatek. Und weil das so ist, kann man auch fast allen China-Smartphones mit denselben „Hausmitteln“ zu Leibe rücken, um sie zu flashen oder an ihrer Software herumzubasteln. Frei nach dem Motto: Kennste eins, kennste alle.

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